Stefan Kuntz kündigt beim HSV nach nur 20 Monaten: Diese familiären Gründe nennt er jetzt

Stefan Kuntz Rücktritt: Warum der HSV-Sportvorstand für Schlagzeilen sorgt

Der Name Stefan Kuntz dominiert seit den frühen Morgenstunden des 2. Januar 2026 die Google-Suchanfragen in Deutschland. Mit über 10.000 Suchanfragen in nur vier Stunden und einem explosionsartigen Wachstum von 1000 Prozent fragen sich Fußballfans und Sportinteressierte gleichermaßen: Was ist passiert? Die Antwort hat das deutsche Fußballgeschehen zum Jahresbeginn völlig auf den Kopf gestellt und wirft ein Schlaglicht auf den Hamburger SV, der gerade seine erste Bundesliga-Saison nach Jahren in der Zweitklassigkeit bestreitet.

Am heutigen Donnerstag wurde publik, was niemand erwartet hatte: Stefan Kuntz hat seinen Posten als Sportvorstand beim Hamburger SV verlassen. Die Bombe platzte ausgerechnet zum Trainingsauftakt in der Winterpause, als sich die Mannschaft eigentlich auf die Rückrunde vorbereiten wollte. Der 63-jährige Fußballfunktionär, der erst im Mai 2024 seine Position beim HSV angetreten hatte, bat bereits nach den Weihnachtstagen um sofortige Vertragsauflösung – aus privaten und familiären Gründen.

HSV Stefan Kuntz: Der Architekt des Bundesliga-Aufstiegs geht

Die Nachricht traf den Verein wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Schließlich war es genau dieser Mann, der den HSV Stefan Kuntz nach sieben zermürbenden Jahren in der Zweitklassigkeit endlich zurück in die Bundesliga geführt hatte. Der Aufstieg 2025 wurde mit rauschenden Festen gefeiert, die Euphorie war grenzenlos. Und nun, mitten in der ersten Bundesliga-Saison nach der Rückkehr, verlässt der Architekt des Erfolgs das Schiff.

Um zu verstehen, warum dieser Abgang so viele Wellen schlägt, muss man wissen, wer Stefan Kuntz eigentlich ist. Der gebürtige Neuwied ist weit mehr als nur ein Sportfunktionär – er ist eine echte Bundesliga-Legende. Als Stürmer prägte er in den 1980er und 1990er Jahren die deutsche Fußballlandschaft, allen voran bei Schalke 04, wo er zu einer Ikone wurde. Seine Torgefährlichkeit und sein unermüdlicher Einsatz machten ihn zu einem Publikumsliebling.

Nach seiner aktiven Karriere schlug Kuntz erfolgreich die Trainerlaufbahn ein. Besonders bemerkenswert war seine Zeit als Cheftrainer der deutschen U21-Nationalmannschaft, wo er eine ganze Generation junger Talente formte. Später übernahm er sogar das Amt des Nationaltrainers der Türkei, bevor er 2024 den Ruf des kriselnden Hamburger SV erhörte.

Hamburger SV Aufstieg: Wie Kuntz die Wende schaffte

Als Stefan Kuntz HSV im Mai 2024 als Sportvorstand übernahm, löste er Jonas Boldt ab und erbte eine Mammutaufgabe. Der einst so stolze Traditionsverein steckte in der größten Krise seiner Geschichte fest, gefangen in der sportlichen Bedeutungslosigkeit der 2. Bundesliga. Doch Kuntz bewies Mut und Weitsicht. Seine wohl mutigste Entscheidung: Er hielt am unerfahrenen Trainer Merlin Polzin fest, obwohl viele nach der Trennung von Steffen Baumgart einen etablierten Namen gefordert hatten.

Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Unter Polzins Führung und mit Kuntz‘ strategischem Geschick im Hintergrund gelang dem HSV endlich das, was in sieben Jahren nicht möglich gewesen war: der Aufstieg in die Bundesliga. Die Euphorie war unbeschreiblich, Hamburg stand Kopf, und Kuntz wurde zum stillen Helden der Aufstiegssaison.

Nach dem Aufstieg bewies Kuntz erneut sein Gespür für kluge Personalentscheidungen. Er krempelte das Team um, ließ Schlüsselspieler wie Davie Selke ziehen und verpflichtete stattdessen vielversprechende Neuzugänge. Namen wie Luka Vušković, Fábio Vieira und Albert Sambi Lokonga standen plötzlich im Kader des HSV – Spieler, die in der Hinrunde überzeugten und zeigten, dass der Verein in der Bundesliga konkurrenzfähig sein kann. Auch wenn der HSV aktuell als Tabellen-13. nicht gerade in Sphären schwebt, die man sich in Hamburg erträumt hatte, war das primäre Ziel – der Klassenerhalt – greifbar nah.

Stefan Kuntz private Gründe: Die rätselhafte Trennung vom HSV

Umso schockierender wirkt nun sein plötzlicher Abgang. In seiner offiziellen Stellungnahme wählte Kuntz Worte, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben: „Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren.“

Diese knappe Erklärung heizt die Spekulationen natürlich zusätzlich an. Was kann so schwerwiegend sein, dass ein Mann wie Kuntz – bekannt für seine Professionalität und Verlässlichkeit – mitten in der Saison seinen Posten räumt? Der Hinweis auf familiäre und private Gründe lässt Raum für Vermutungen, doch der Respekt vor seiner Privatsphäre verbietet wilde Spekulationen.

Bemerkenswert ist die Reaktion der HSV-Führung. Aufsichtsratschef Michael Papenfuß bemühte sich um Schadensbegrenzung und betonte, der Verein sei mit Eric Huwer und der zweiten Führungsebene gut aufgestellt. Es bestehe kein unmittelbarer Druck, einen Nachfolger zu präsentieren. Diese Aussage wirkt erstaunlich entspannt, zumal erst kürzlich Gerüchte über eine mögliche Vertragsverlängerung mit Kuntz kursierten.

HSV Sportvorstand Nachfolge: Wie geht es weiter?

Die Suchbegriffe HSV Stefan Kuntz werden in den kommenden Tagen wohl weiter durch die Decke gehen. Fans wollen wissen, wie es weitergeht, ob der Verein seine positive Entwicklung fortsetzen kann und wer möglicherweise die Nachfolge antritt. Der Zeitpunkt des Abgangs – mitten in der Winterpause, kurz vor der Rückrunde – ist denkbar ungünstig.

Doch vielleicht hat Kuntz dem HSV genau das hinterlassen, was der Verein am dringendsten brauchte: eine solide Struktur, einen funktionierenden Kader und die Rückkehr in die Bundesliga. Manchmal ist der richtige Zeitpunkt zu gehen dann, wenn das Werk vollbracht ist – auch wenn von außen niemand diesen Zeitpunkt verstehen mag. Die Geschichte von Stefan Kuntz beim Hamburger SV endet damit abrupt, aber nicht ruhmlos. Sie bleibt eine Erfolgsgeschichte, auch wenn ihr Ende viele Fragen offenlässt.

War Kuntz Abgang zum jetzigen Zeitpunkt nachvollziehbar?
Ja private Gründe gehen vor
Nein mitten in der Saison
Timing ist sehr verdächtig
Er hat seine Mission erfüllt

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